Sevilay Uyanik, Auszubildende im Landhaus am Weinberg und Anna Reiß, Seniorin im Landhaus Weinberg (v.l.n.r.)

„MinSoz“ – Einzigartiges Konzept verbindet Theorie und Praxis in der Sozialwirtschaft

Migrantinnen und Migranten mit praxisnaher Ausbildung in der Sozialwirtschaft

Erbach, 02.04.2025 – Die vom Kommunalen Job-Center Odenwaldkreis beauftragte und von der InA gGmbH durchgeführte Maßnahme „Migranten in Sozialwirtschaft“ (MinSoz) geht weiterhin innovative Wege. Seit 2021 bereitet das Programm Migrantinnen und Migranten gezielt auf eine berufliche Laufbahn in der Sozialwirtschaft vor und kombiniert dabei praxisnahe Erfahrungen mit theoretischem Fachwissen. Dank eines starken Netzwerks konnte die InA gGmbH hochqualifizierte Dozenten gewinnen – darunter auch die Leiterin eines Seniorenstifts in Breuberg, die zugleich für die Ausbildung von Pflegekräften in ihrem Betrieb verantwortlich ist.

Ein besonderes Merkmal der Maßnahme „MinSoz“ ist die enge Verzahnung mit der Praxis: Einzelne Seminare finden direkt in Pflegeeinrichtungen statt, wodurch die Teilnehmenden frühzeitig mit Bewohnerinnen und Bewohnern in Kontakt kommen. Dies baut nicht nur Hemmungen gegenüber der Branche ab, sondern vermittelt auch ein tieferes Verständnis für die soziale Arbeit. „Die Arbeit bekommt ein Gesicht, einen Namen und vor allem Menschlichkeit“, so Michaela Burger, Teamleitung Maßnahmencoachs der InA gGmbH.

Ein herausragendes Beispiel für diese enge Kooperation ist die Zusammenarbeit mit dem Landhaus am Weinberg in Breuberg. Die dort lebende Seniorin, Anna Reiss, nimmt regelmäßig an Seminaren der InA gGmbH teil und steht im regen Austausch mit den Teilnehmenden. Die 80-Jährige, die selbst viele Jahre als Heilerziehungspflegerin tätig war, freut sich über ihre Rolle: „Ich danke Euch, dass Ihr es mir ermöglicht, immer mal zur InA mitzugehen. Es macht mir viel Freude, mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu sprechen und Ängste abzubauen.“

Neben diesen praxisnahen Einblicken bietet „MinSoz“ auch Betriebsbesichtigungen an, um den Teilnehmenden potenzielle Arbeitgebende vorzustellen und Praktikumsplätze zu vermitteln. Besonders innovativ ist das mobile Angebot der InA gGmbH: Durch flexible Strukturen und mobile „Büros“ können auch jene Maßnahmenteilnehmende erreicht werden, die aufgrund familiärer Verpflichtungen oder Schulferienzeiten nicht regelmäßig an den Seminaren in Erbach teilnehmen können.

„Uns ist die Rundumbetreuung wichtig“, betont Siegfried Eberle, Geschäftsführer der InA gGmbH. „Teilnehmende sollen die Chance bekommen, in einer Branche Fuß zu fassen, die für unsere Gesellschaft immer wichtiger wird. Dabei geht es um mehr als nur eine berufliche Perspektive – es geht darum, zu erleben, wie wertvoll die Arbeit mit Menschen ist.“

Ein weiterer zentraler Baustein der Maßnahme ist der berufsqualifizierende Sprachunterricht. Viele Migrantinnen und Migranten erhalten hier gezielte Unterstützung, um ihren Einstieg in die
Sozialwirtschaft auf ein stabiles Fundament zu stellen.

Michael Vetter, Kreisbeigeordneter für Arbeit und soziale Sicherung, unterstreicht die Bedeutung solcher Initiativen: „Es gibt noch viel zu tun, und wir dürfen jetzt nicht nachlassen. Der Fachkräftemangel ist besonders in der Sozialwirtschaft gravierend – hier muss dringend gehandelt werden.“

Mit Programmen wie „MinSoz“ zeigt die InA gGmbH, wie innovative Konzepte zur Fachkräftesicherung in der Sozialwirtschaft beitragen können. Die enge Verzahnung von Theorie und Praxis sowie die gezielte Förderung von Migrantinnen und Migranten setzen neue Maßstäbe in der beruflichen Qualifizierung.

Die Maßnahme wird gefördert aus Mitteln des AQB-Sonderprojekts „Sozialwirtschaft integriert“ des Hessischen Ministeriums für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales.

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